Immanenz lesen

Authors

  • Alice Lagaay Zeppelin University, Friedrichshafen http://orcid.org/0000-0002-2455-3238
  • Susanne Valerie Granzer University of Music and Performing Arts Vienna

DOI:

https://doi.org/10.21476/PP.2017.32189

Keywords:

Immanenz, Gilles Deleuze, Baruch de Spinoza, Antonin Artaud, Friedrich Nietzsche, Giorgio Agamben, Fracois Laruelle, Roland Barthes, Schöpferische Indifferenz, Geheime Sprache, Beliebiges Sein, Performance-Philosophie

Abstract

Deutsch:

Der folgende Text eröffnete die Konferenz „Immanenz in zeitgenössischer Kunst und Philosophie“, die im Mai 2016 in Wien stattfand. Es handelt sich dabei um einen Reader mit Schlüsselaussagen zur Immanenz von Gilles Deleuze, Baruch de Spinoza, Giorgio Agamben, Henri Bergson, Francois Laruelle, Antonin Artaud und Friedrich Nietzsche. Dieser Reader wurde von Arno Böhler und Elisabeth Schäfer zusammengestellt. Susanne Valerie Granzer (S.V.G.) verarbeitete den Inhalt zu einer Kollage und trug Fragmente der Texte zum Beginn der Konferenz vor. Sie wurde dabei gelegentlich von Alice Lagaay (A.L.) unterbrochen, deren Einwürfe dazu dienten, Verbindungslinien zwischen den dichten theoretischen Texten und dem immanenten performativen Kontext zu ziehen, innerhalb dessen sie vorgetragen und aufgenommen wurden – d. h. dem Kontext der Konferenz. Der folgende Text bietet das Vorgetragene sowie die leichtherzigen – durchaus aber auch ernst gemeinten – Kommentare so dar, wie sie zur Aufführung kamen. Die Leser sind eingeladen, sich die Lebendigkeit (live-ness) des Ereignisses vorzustellen und sie nachzuerleben (re-enact), wobei ihre eigenen Kommentare, Fragen und Überlegungen die Lektüre unterbrechen.

English:

The following text opened the conference, “The Concept of Immanence in Philosophy and the Arts”, held in Vienna in May 2016. It is a reader consisting of key passages on immanence by Gilles Deleuze, Baruch de Spinoza, Giorgio Agamben, Henri Bergson, François Laruelle, Antonin Artaud and Friedrich Nietzsche. The reader was put together by Arno Böhler and Elisabeth Schäfer, and a collage of its content arranged by Susanne Valerie Granzer, who read out these text fragments at the start of the conference. Her reading was sporadically interrupted by Alice Lagaay, whose comments served to draw lines of connection between the dense theoretical texts and the performative immanent context in which they were being read and digested—the context of the conference. We present here the readings and their lighthearted—and at times deadly serious—commentary as performed. Readers are invited to imagine and re-enact the live-ness of this event, letting their own comments, questions and musings interrupt the proposed interruptions of reading.

Author Biographies

Alice Lagaay, Zeppelin University, Friedrichshafen

Alice Lagaay ist Vertretungsprofessorin für Medientheorie und Kulturgeschichte an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen. Sie kommt von der Philosophie, und ihre derzeitige Forschungstätigkeit konzentriert sich auf die Idee der „negativen Performanz“ und den Begriff der „schöpferischen Indifferenz“. Darüber hinaus ist sie aktiv im Performance Philosophy-Netzwerk involviert und Mitherausgeberin einer Buchreihe zu diesem Forschungsfeld bei Palgrave Macmillan.

Susanne Valerie Granzer, University of Music and Performing Arts Vienna

Alice Lagaay ist Vertretungsprofessorin für Medientheorie und Kulturgeschichte an der Zeppelin-Universität Friedrichshafen. Sie kommt von der Philosophie, und ihre derzeitige Forschungstätigkeit konzentriert sich auf die Idee der „negativen Performanz“ und den Begriff der „schöpferischen Indifferenz“. Darüber hinaus ist sie aktiv im Performance Philosophy-Netzwerk involviert und Mitherausgeberin einer Buchreihe zu diesem Forschungsfeld bei Palgrave Macmillan.

Susanne Valerie Granzer ist seit 1989 Professorin im künstlerischen Fach Rollengestaltung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Max Reinhardt Seminar. Sie ist Mitbegründerin von BASE (Forschungszentrum für artistic research und arts-based philosophy, Indien) und Leiterin des dortigen Residence-Programmes. Kooperationspartnerin im laufenden FWF PEEK-Projekt „Artist-Philosophers. Philosophy AS Arts-Based-Research” (AR 275-G21). Ausbildung zur Schauspielerin am Max Reinhardt Seminar Wien. Anschließend 15 Jahre lang Engagements in zentralen Rollen am Theater in der Josefstadt, Volkstheater Wien, Theater Basel, Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspielhaus Frankfurt am Main, Schillertheater Berlin und Burgtheater Wien. Parallel zu den Engagements Studium der Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Universität Wien. Promotion 1995. 1997 gemeinsam mit dem Philosophen Arno Böhler Gründung der wiener kulturwerkstätte GRENZ_film. Zahlreiche Lecture-Performances „Philosophy On Stage“.

FWF-Forschungsprojekte: 2005–2007 „Materialität und Zeitlichkeit performativer Sprechakte“. 2010–2013, „Korporale Performanz/Generating Bodies“ (TRP 12-G21), „Artist-Philosophers. Philosophy AS Arts-based-research” [2014–2017].  Veröffentlichungen u.a.: „Schauspieler außer sich. Exponiertheit und performative Kunst”, Transcript Verlag, Bielefeld März 2011, zweite Auflage 2014. „Under Exposure“, Palgrave Macmillan 2016.

References

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Published

21-12-2017

How to Cite

Lagaay, Alice, and Susanne Valerie Granzer. 2017. “Immanenz Lesen”. Performance Philosophy 3 (2):396-419. https://doi.org/10.21476/PP.2017.32189.

Issue

Section

Künstler-Philosoph_innen—Philosophen-Künstler_innen. Immanenz schreiben